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Publikation „Made in Wolfenbüttel“ ist im Handel

Die im Schloss Museum Wolfenbüttel gezeigte Sonderausstellung „Made in Wolfenbüttel“ hatte die Besucherinnen und Besucher in ihren Bann gezogen. In der Ausstellung zu sehen waren vom 22. Oktober 2021 bis zum 27. März 2022 rund 200 Erfindungen, Produkte und Werke, die in den vergangenen 500 Jahren in Wolfenbüttel entstanden sind. Mit Hilfe des Verlages Schaufenster GmbH & Co. KG liegt jetzt die Publikation zur damaligen Ausstellung auf dem Tisch.

Schwarzweiß-Aufnahe: Außenansicht eines FAbrikgebäudes © Museum Wolfenbüttel
Das Kuba-Werk an der Lindener Straße

Vom Aderlassschnäpper des Wolfenbütteler Chirurgen Dr. Johann Jakob Heinrich Bücking, über den Jägermeister-Urahn, über die Musiktruhe „Meran“ der Firma Kuba bis zum „Yellow Camp“ von Matthias Roßberg: Das 92 Seiten umfassende Heft stellt ein "Who is Who" der in großem Stil in Handel und Vertrieb gebrachten, zum Teil Berühmtheit erlangten oder aber lediglich Unikate gebliebenen Wolfenbütteler Produkte, Erfindungen und Innovationen aus fünf Jahrzehnten dar.


Drei Männer und eine Frau stehen nebeneinander, jeder hält ein Buch in den Händen. © Stadt Wolfenbüttel
von links: Markus Gröchtemeier, stellvertretender Leiter des Museums Wolfenbüttel, Michael Henke, Herausgeber und geschäftsführender Gesellschafter des Verlag Schaufenster GmbH & Co. KG, Dr. Sandra Donner, Leiterin des Museums Wolfenbüttel, und Bürgermeister Ivica Lukanic bei der Vorstellung des Heftes "Made in Wolfenbüttel".

„Wir möchten mit dem Begleitband zur Ausstellung zeigen, welche Ideen aus Wolfenbüttel in die Welt hinausgezogen sind, den Sprung über die Stadtgrenzen nicht geschafft haben oder einfach nur in Vergessenheit geraten sind – zu Recht oder zu Unrecht“, erklärte Dr. Sandra Donner, Leiterin des Museums Wolfenbüttel. „Talent, Kreativität und Mut stehen immer am Anfang dieser Geschichten, die im Scheitern oder im Triumph enden können. Über den Weg zum Erfolg oder Misserfolg entscheidet nicht nur Können, Wissen oder die innovative Idee, sondern oft unternehmerisches Geschick, passende Gegebenheiten und das scheinbar Nebensächliche.“

Die Produkte, ihre berühmten oder heute weniger bekannten Erfinder und ein kurzer Abriss der Firmengeschichten hiesiger Traditionsunternehmen wie Jägermeister, MKN, Fürstenberg, Signum, Welger und Kuba-Tonmöbel finden sich in den zehn Kapiteln ebenso wieder wie in Wolfenbüttel entstandene Einzelwerke mit Weltruhm. Hierzu zählen ohne Zweifel Gotthold Ephraim Lessings Dramen „Emilia Galotti“ und „Nathan der Weise“, die in der Zeit des aufklärerischen Dichters als Bibliothekar der herzoglichen Bibliothek entstanden sind. Gezeigt wurden auch Produkte von Wolfenbütteler Handwerksbetrieben und Unternehmen bis zu durch eine Person geführte Firmen, die in Vergessenheit geraten sind.


Ein Mann im Jägermeister-Fußballtrikot hält eine Flasche Jägermeister und einen Fußball, daneben steht der Spruch "Ich trinke Jägermeister, weil das doch was anderes ist als Bayerisches Bier" © Mast-Jägermeister SE
Werbeanzeige der Firma Jägermeister mit Bernd Gersdorff, 1973

Nicht unerwähnt bleibt auch: 1973 trat die Fußballmannschaft von Eintracht Braunschweig in der ersten Bundesliga mit dem Jägermeister-Hirsch auf dem Trikot an, die Geburtsstunde der Trikotwerbung im bezahlten Fußball.

Das Begleitheft zur Sonderausstellung zeigt, dass sich heute Firmen wie die Dermaroller GmbH und die Pan Acoustics GmbH bewusst für den Standort Wolfenbüttel entschieden und sich mit ihren Erzeugnissen auf dem Weltmarkt etabliert haben.

„Das Qualitätsmerkmal ‚Made in Wolfenbüttel‘ steht für 500 Jahre Erfindungsreichtum und Unternehmergeist in der Stadt. Ob im Handwerk, in der Industrie, in der Wissenschaft oder in der Kunst – innovative Ideen, Produkte und Werke aus Wolfenbüttel haben die Welt verändert“, erklärt Ivica Lukanic, Bürgermeister der Stadt Wolfenbüttel. „Mit der nun vorliegenden Publikation wird dieses besondere Kapitel Wolfenbütteler Stadtgeschichte erstmalig zusammengetragen und ist für die kommenden Generationen nachlesbar. Mein Dank gilt dem Schloss Museum Wolfenbüttel und ganz besonders Michael Henke, Geschäftsführer des Wolfenbütteler Schaufenster, der diese Veröffentlichung ermöglicht hat.“


„Nach der gelungenen Zusammenarbeit beim Buchprojekt "900 Jahre Wolfenbüttel" anlässlich des Stadtjubiläums vor fünf Jahren wollten das Museum Wolfenbüttel und wir mit diesem Heft ein weiteres Kapitel der Stadtgeschichte aufschlagen. Unser Verlag bringt nicht nur eine erfolgreiche Zeitung heraus, sondern hat sich mit großem Engagement auf die Fahnen geschrieben, auch Themen zur Geschichte Wolfenbüttels zu publizieren“, betonte Michael Henke, Geschäftsführender Gesellschafter des Verlages Schaufenster GmbH & Co. KG und Herausgeber dieser Veröffentlichung.

Einhundert Wolfenbütteler Werkstücke in der Publikation aufgeführt

„Die rund einhundert im Heft abgebildeten Produkte und Werke spiegeln den Ideenreichtum und das unternehmerische Potenzial einer Mittelstadt wider und stehen gleichzeitig für die klugen Köpfe, die hier in vier Jahrzehnten für die Herzöge oder später als selbstständige Firmeninhaber und Erfinder gewirkt und gearbeitet haben. Noch nie wurden so viele Vorzeigestücke Wolfenbütteler Ingenieurskunst, geistiger Schaffenskraft und Tüfteleien gemeinsam ausgestellt und erklärt“, so Markus Gröchtemeier, stellvertretender Leiter des Museums Wolfenbüttel.


Erhältlich ist das Begleitheft „Made in Wolfenbüttel“ im Schloss Museum, im Bürger Museum und in den örtlichen Buchhandlungen, (Preis: 7 Euro). Der Verkaufserlös des Heftes kommt dem Förderverein Museum Wolfenbüttel e.V. zu Gute.

Kontakt

Schloss Museum Wolfenbüttel

12.01.2023