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Sonderausstellung "Goldglanz, Holz und Stuckmarmor" wird am 6. Mai eröffnet

Mit der Sonderausstellung "Goldglanz, Holz und Stuckmarmor – Altes Handwerk in neuem Licht" erinnert das Schloss Museum Wolfenbüttel vom 6. Mai bis 11. September anhand von prächtigen Einzelobjekten an die große Tradition des Kunsthandwerks im Braunschweiger Land.

Ein truhenähnliches historisches Möbelstück mit prunkvoller Schnitzerei. © Museum Wolfenbüttel
Lade der Tischlergilde, 1653

Besucherwerkstatt und Workshops laden die Museumsgäste ein, selbst „Hand anzulegen“ und Handwerkstechniken wie Vergolden, Intarsien herstellen, Porzellanmalerei und vieles mehr kennenzulernen.

Das Kunsthandwerk schafft das Einmalige, das Unikat, die eigenständige handwerkliche Arbeit, gefertigt nach eigenen Entwürfen. Traditionelles Handwerk verbunden mit individueller Künstlerschaft ist das Gegengewicht zur industriellen Massenproduktion.

Begünstigt durch die Braunschweiger Messe, den Residenzwechsel und die wirtschaftsfreundliche Politik Herzog Karls I. (1713 bis 1780), entwickelte sich Braunschweig im 18. Jahrhundert zu einem Zentrum der Möbelherstellung. Der Begriff Braunschweiger Möbel ist mehr als die Angabe eines Herstellungsortes, er bezeichnet besondere stilistische Merkmale. Typisch für die in ihrer Form meist schlichten Braunschweiger Möbel sind ihre kostbaren, reichdekorierten Oberflächen. Manufakturen wie die Corallenfabrik van Selow und die Lackwarenfabrik Stobwasser stehen für diese außergewöhnliche Handwerkstradition und Dekorationstechnik.

Alte Handwerkstechniken sind nicht nur Grundlage für das Kunsthandwerk, sondern auch unerlässlich bei Restaurierungen und Rekonstruktionen. Projekte wie die umstrittene teilweise Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses aber auch Restaurierungen hier im Wolfenbütteler Schloss wären ohne das traditionelle Kunsthandwerk nicht möglich. Ob Vergolden, Marmorieren, Glasschneiden oder Intarsieren: Diese traditionellen Techniken sind bis heute lebendig und in Gebrauch.


Parallel zur Präsentation im Schloss Museum zeigt das Wolfenbütteler Prinzenpalais die Ausstellung "Wechselwirkung von Kunst und Handwerk in der Geschichte der Tasteninstrumente" (15. Mai bis 11. September 2022). In dieser Schau werden die wichtigsten Etappen des Instrumentenbaus anhand von Originalinstrumenten dargestellt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der museumspädagogischen Aufbereitung der Geschichte des Instrumentenbaus sowie der Vermittlung der Spielweise historischer Instrumente. Beide Projekte sind Teil des Themenjahres Kunst – Handwerk – Kunsthandwerk des Kulturstadt Wolfenbüttel e.V..

Kontakt

  1. Schloss Museum Wolfenbüttel

  2. Kulturstadt Wolfenbüttel e.V.

    Geschäftsführerin: Stella Gilfert

    Reichsstr. 1
    Prinzenpalais
    38300 Wolfenbüttel