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Sonder­­aus­­stellung im Schloss Museum: "Made in Wolfen­büttel"

"Made in Wolfenbüttel" lautet der Titel der Sonderausstellung, die vom 22. Oktober 2021 bis zum 27. März 2022 im Schloss Museum Wolfenbüttel zu sehen ist. Anhand von 200 Exponaten zeigt die Ausstellung Erfindungen, Produkte und Werke, die in den vergangenen 500 Jahren in der Stadt Wolfenbüttel entstanden und zum Teil weltweit einmalig sind.

Das Foto zeigt drei runde Türbögen, im mittleren befindet sich ein Spiegel mit einem Logo mit der Aufschrift Made in Wolfenbüttel. Die Decke ist im barocken Stil bunt bemalt. Im Hintergrund ist ein Bildschirm mit einem Film zur Ausstellung zu sehen. © Anja Behne, Roco Druck
»Made in Wolfenbüttel« heißt die neue Ausstellung im Schloss Museum Wolfenbüttel.

Made in Wolfenbüttel" steht genauso für Weltunternehmen wie für Regionalität. Mit dieser Ausstellung kehrt das Museum Wolfenbüttel auch zu seinen Ursprüngen zurück: Die erste museale Sammlung, die am 18. Februar 1894 im Lessinghaus vom Wolfenbütteler Gewerbeverein initiiert wurde, präsentierte eine Auswahl Wolfenbütteler Werke und Erzeugnisse“, sagte Dr. Sandra Donner, Leiterin des Schloss Museums Wolfenbüttel. „Wir möchten zeigen, welche Ideen aus Wolfenbüttel in die Welt hinausgezogen sind, den Sprung über die Stadtgrenzen nicht geschafft haben oder einfach nur in Vergessenheit geraten sind – zu Recht oder zu Unrecht.“

Fünf Jahrhunderte Innovationen und Ideen in Wolfenbüttel

Rückblick: Als erste arbeitstätige Gruppe wurden in Wolfenbüttel die Schneider aktenkundig, denen Herzog Heinrich der Jüngere 1538 einen Gildebrief ausstellte. Im 18. Jahrhundert waren die Wolfenbütteler Gärtner ein wichtiger Faktor des hiesigen Wirtschaftslebens, im Zeitalter der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts wurde die Eisenbahn zum „Motor“ der Wirtschaft. Mit der Landmaschinenfabrik der Gebrüder Welger wurde schließlich der erste Globalplayer Made in Wolfenbüttel geboren.

Wolfenbüttel ist auch die Stadt, in der Gotthold Ephraim Lessing mit seinem Werk Nathan der Weise eines der wichtigsten Dramen der deutschen Aufklärung schuf und Michael Praetorius Musikgeschichte schrieb.

„Talent, Kreativität und Mut stehen immer am Anfang dieser Geschichten, die im Scheitern oder im Triumph enden können. Über den Weg zum Erfolg oder Misserfolg entscheidet nicht nur Können, Wissen oder die innovative Idee, sondern oft unternehmerisches Geschick, passende Gegebenheiten und das scheinbar Nebensächliche“, so Dr. Donner weiter.

Vom Jägermeister-Urahn bis zum Yellow Camp

Zum Who is Who der Wolfenbütteler Erfindungen und Innovationen, die in der Ausstellung gezeigt werden, gehört unter andrem das bis heute verwendete liturgische Gerät der Hauptkirche, das Instrumentenbuch des Welfenherzog Julius, eine Leihgabe aus dem Niedersächsischen Landesarchiv, Abteilung Wolfenbüttel, Ecklebes Perplex Verwandlungstisch, die erste produzierte Jägermeister-Flasche und das Yellow-Camp, ein Zelt, mit dessen Hilfe Menschen in einem Krisengebiet überleben können und das mit einem Fallschirm aus beispielsweise einem Helikopter abgeworfen werden kann.

Filmstationen mit Wolfenbütteler Unternehmer

Was bedeutet für sie Made in Wolfenbüttel heute und in 20 Jahren? Wie wichtig ist ihnen der Standort Wolfenbüttel? Diese und weitere Fragen beantworten neun Wolfenbütteler Unternehmer und Unternehmerinnen, die mit ihren Firmen in ganz unterschiedlichen Branchen produzieren, in Filminterviews.

Weitere Informationen

  • Ausstellung vom 22. Oktober 2021 bis 27. März 2022
  • Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, montags geschlossen

Impressionen aus der Ausstellung

finden Sie im Flickr-Album “Ausstellung Made in Wolfenbüttel“ in der Flickr-Galerie der Stadt Wolfenbüttel

Kontakt

Schloss Museum Wolfenbüttel