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Selbstdarstellung made in Wolfenbüttel 

Die neuen Filme aus dem Schloss Museum präsentieren zwei ganz unterschiedliche Objekte, die jedoch beide für das Selbstbewusstsein ihrer Auftraggeber stehen.  Diese eindrucksvollen Beispiele von Selbstinszenierung einflussreicher Wolfenbütteler sind typisch für ihre Zeit und erzählen von gesellschaftlicher Stellung: ein Fürst von Gottes Gnaden und ein Unternehmer, der die Landwirtschaft revolutionierte.

Ein Blick in das Arbeitszimmer Franz Welgers mit gedrechseltem Schreibtisch und -stuhl. © Museum Schloss Wolfenbüttel
Ein Blick in das Arbeitszimmer Franz Welgers.
Gemälde vom Hof um Herzog Anton Ulrich (1633-1714). © Museum Wolfenbüttel
Golgatha (Ausschnitt), Tobias Querfurt, um 1697, Braunschweigisches Landesmuseum,

Die Selbstdarstellung in Ölfarbe ist das monumentale Bildnis „Golgatha“. Mit diesem neuen Gemälde versuchte Herzog Anton Ulrich (1633-1714) seine Herrschaft in der Wolfenbütteler Schlosskapelle zur Schau zu stellen. Das Bildthema ist gewagt und zog einige Kritik der Hofgesellschaft nach sich. Hatte der Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel den Bogen überspannt? Zum Film Herzog Anton Ulrich - kleiner Furst ganz groß.

Auf einer Postkarte ist eine Strohpresse in Aktion gezeichnet, die automatisch Strohballen presst und per Förderband auf ein nebenstehendes Pferdefuhrwerk lädt. © Museum Wolfenbüttel
Die Strohpresse der Gebrüder Welger, Postkarte um 1920.

Die Selbstdarstellung in Holz ist ein Schreibtisch aus dem frühen 20. Jahrhundert, den der Wolfenbütteler Unternehmer Franz Welger bei der Möbeltischlerei Knust für seine neue Villa Am Herzogtore anfertigen ließ. Damit ist dieser Tisch nicht nur Made in Wolfenbüttel, er steht auch für ein wichtiges Kapitel Wolfenbütteler Wirtschaftsgeschichte und für zwei frühe Globalplayer dieser Stadt. Zum Film Made in Wolfenbuttel.

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Schloss Museum Wolfenbüttel