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Ein Brief von Laura Eppy

Mit einem fotografischen Gruß bedankt sich Lore Eppy aus New York für ein Schülerprojekt im Bürger Museum, das sich mit ihrer Familiengeschichte beschäftigt hat. Lore Eppy, 1921 in Wolfenbüttel geboren, konnte im November 1938 mit ihrem Vater, dem angesehen Wolfenbütteler Arzt Dr. Siegfried Kirchheimer in die USA fliehen und damit der nationalsozialistischen Verfolgung entkommen.

Die 98-jährige hält ein Buch über das Schloss Wolfenbüttel und Bilder des Projekts in die Kamera. © Museum Wolfenbüttel
Laura Eppy in ihrer Wohnung in New York
Laura Eppy hält ein selbstgeschriebenes Plakat mit den Worten »Vielen Vielen Dank! Your Laura Eppy« in den Händen. © Museum Wolfenbüttel
Laura Eppy in ihrer Wohnung in New York: Dank an die IGS Henriette-Breymann Gesamtschule.

Schülerinnen und Schüler des damals elften Jahrgangs der Henriette-Breymann-Gesamtschule hatten 2018 im Bürger Museum Wolfenbüttel den Nachlass der Familie Kirchheimer aufgearbeitet. Zu sehen ist Eppy in ihrer New Yorker Wohnung mit einem handgeschriebenen Schild „Vielen-Vielen Dank! Your Laura Eppy“.

In einem sechs Monate dauernden Schülerprojekt hatte sich die Henriette Breymann-Gesamtschule mit der Biografie von Dr. Siegfried Kirchheimer und der Verfolgung der Familie durch die Nationalsozialisten beschäftigt. Damals war sie unter dem Namen Lore Kirchheimer nur mit ihrem Vater mit dem Linienschiff „SS Manhattan“ im am 17. November 1938 von Bremerhaven aus in die USA geflohen, die übrigen Familienmitglieder konnten erst 1941 Deutschland verlassen.

Zwei Schülerinnen sind mit Handschuhen ausgestattet. Zusammen mit der Lehrerin schauen sie sich vorsichtig die Objekte an. © Museum Wolfenbüttel
Schülerinnen und Schüler des damals elften Jahrgangs der Henriette-Breymann-Gesamtschule hatten 2018 im Bürger Museum Wolfenbüttel den Nachlass der Familie Kirchheimer aufgearbeitet.

Zur Gedenkveranstaltung anlässlich des 80. Jahrestages zur Reichpogromnacht 1938 hatten die acht Schülerinnen und Schüler der IGS mit ihrer Lehrerin Beate Schulz die Vitrine des Bürgerarchivs gestaltet. Zu sehen waren Telegramme, die in der Zeit der jahrelangen Trennung unter den Familienmitgliedern Kirchheimer verschickt worden waren, Fotos, Briefe Siegfried Kirchheimers (unter anderem an die Kaisertochter und der Braunschweiger Herzogin Viktoria Luise), Glückwünsche des damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan und viele weitere persönliche Dokumente. Der frühere deutsche Außenminister Siegmar Gabriel hatte die kleine Ausstellung im Bürger Museum am Gedenktag besucht und sich mit den Jugendlichen unterhalten.


Die Geschichte der Familie Kirchheimer wird in der Dauerausstellung des Bürger Museums in Form von Objekten, Dokumenten, einer Hörstation in Deutsch und Englisch und im Bürgeralbum präsentiert.

Schülerinnen und Schüler im Bürger Museum. Die Gruppe steht vor der Vitrine, in der die Ergebnisse des Projekts ausgestellt werden © Museum Wolfenbüttel
Schülerinnen und Schüler des damals elften Jahrgangs der Henriette-Breymann-Gesamtschule hatten 2018 im Bürger Museum Wolfenbüttel den Nachlass der Familie Kirchheimer aufgearbeitet.

Kontakt

  1. Bürger Museum Wolfenbüttel

  2. Henriette-Breymann-Gesamtschule