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Ausstellung des Künstlerbuches "Die Rabenschwarze und die Brüder Grimm"

Die Hans und Helga Eckensberger-Stiftung schenkt der HAB zum 450. Jubiläum ein Künstlerbuch von Barbara Beisinghoff.

Beginn:

Datum: 15.06.2022

Ende:

Datum: 07.08.2022

Ort:

Lessinghaus

Herzog August Bibliothek

Lessingplatz
38304 Wolfenbüttel

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„Es ist der Umbruch von der Romantik zum Frühsozialismus, den die widerspruchsvolle Bettine [von Arnim] aus meiner Sicht verkörpert. Es ist ihr Einsatz beim Preußischen König für die Berufung der Brüder Grimm nach Berlin. Es ist ihr weibliches Selbstbewusstsein, ihr Mut und ihre Eigenständigkeit“, kommentiert Barbara Beisinghoff ihr Künstlerbuch.

Für das Unikatbuch "Die Rabenschwarze und die Brüder Grimm" arbeitete Beisinghoff mit Radierungen, Zeichnungen, Malerei, Collagen und aufgegautschten Pflanzen im handgeschöpften Papier. Die Texte von Clemens Brentano, Karoline von Günderode und Karl Gutzkow über Bettina von Arnim schreibt sie mit der Schreibmaschine „Gabriele“. Die Bezeichnung „Die Rabenschwarze“ für Bettina von Arnim geht auf ihren Bruder Clemens Brentano zurück. Zwischen den Geschwistern und den Brüdern Grimm bestand eine langjährige Freundschaft.

Die Papierkünstlerin Barbara Beisinghoff studierte Kunsterziehung und Freie Malerei in Hannover. Seit 1977 arbeitet sie freischaffend in Belgien, Israel, Kanada, USA und China. Sie führte zahlreiche Kunstprojekte durch und lädt seit 2012 Gastkünstlerinnen und Gastkünstler aus aller Welt in ihr Atelierhaus Beisinghoff im nordhessischen Diemelstadt ein. Beisinghoffs bevorzugte Technik ist die Farbradierung; durch Wasserzeichen und Wasserstrahlzeichnungen durchdringt sie handgeschöpfte Papiere und installiert diese gegen das Licht. Ihre Werke wurden in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen unter anderem 2004 in der HAB gezeigt.

"Die Rabenschwarze und die Brüder Grimm" schließt an frühere Arbeiten Beisinghoffs an, darunter "Himmelansteigende Treppen" mit Auszügen aus Briefen von Bettine Brentano an Karoline von Günderode, das sich bereits in der Sammlung der HAB befindet.

Die international anerkannte Künstlerbuchsammlung der HAB wurde in den 1950er Jahren mit zeitgenössischen Werken großer französischer Maler, den livres de peintre, begründet. Bis heute haben sich Künstlerinnen und Künstler immer wieder aufs Neue dem Künstlerbuch genähert und sowohl auf traditionelle als auch experimentelle Weise die Grenzen dieses Mediums ausgelotet.

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