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Datum: 30.07.2026

Vortrag: Wolfenbüttel vor 400 Jahren: 1626, 1627, 1641 - die schwersten Jahre seiner Geschichte?

„Wolfenbüttel vor 400 Jahren: 1626, 1627, 1641 – die schwersten Jahre seiner Geschichte?“ lautet der Titel des Vortrages, den Dr. Silke Wagener-Fimpel und Dr. Martin Fimpel, Niedersächsisches Landesarchiv, Abteilung Wolfenbüttel, am Donnerstag, 10. September, um 18 Uhr gemeinsam im Schloss Museum halten.

Historische Karte der Belagerung Wolfenbüttels (1697) mit befestigter Stadt, umliegenden Wäldern, Wasserläufen, Truppenstellungen und militärischen Anlagen. © Niedersächsisches Landesarchiv, Abt. Wolfenbüttel
Ein Kupferstich, der die Flutung Wolfenbüttels durch die Errichtung des Schwedendammes 1627 zeigt, NLa Wf K 12064.
Dr. Silke Wagener-Fimpel und Dr. Martin Fimpel referieren über die leidvolle Zeit des Dreißigjährigen Krieges in der Stadt Wolfenbüttel. © Andreas Greiner-Napp / Museum Wolfenbüttel
Dr. Silke Wagener-Fimpel und Dr. Martin Fimpel referieren über die leidvolle Zeit des Dreißigjährigen Krieges in der Stadt Wolfenbüttel.

Fast alle der „Toten von Wolfenbüttel“, um die es in der Ausstellung im Schloss Museum geht, hatten unter den Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges als Kinder oder Erwachsene gelitten. Drei Jahre fielen hierbei besonders auf: 1626 verstarben innerhalb nur eines Jahres wohl mehr als die Hälfte der Bevölkerung an Pest und anderen Krankheiten, die in erster Linie durch das fremde Militär in die Stadt gebracht wurden. Die fast unvorstellbare Zahl von 1705 toten Zivilisten und über 1.000 Militärangehörige bilanzierte der Pastor im Kirchenbuch. Im Folgejahr wurde die Stadt bei der Belagerung durch die kaiserlichen Truppen und die Aufstauung der Oker unter Wasser gesetzt und ein weiteres Mal im Jahre 1641, als Herzog August der Jüngere im Bündnis mit Schweden den sogenannten Schwedendamm aufschütten ließ und trotzdem beim Rückeroberungsversuch scheiterte.

Ein Chronist bezeichnete das Jahr 1641 deshalb rückblickend als das „fürchterlichste“ Jahr Wolfenbüttels und seiner Umgebung in seiner gesamten Geschichte. Die Belagerungen führten mit überschwemmten und beschädigten Häusern sowie Einquartierung fremder Soldaten ebenfalls zu schweren Belastungen der Bewohner. Wie sich die militärischen und politischen Ereignisse jener Jahre auswirkten, soll am Beispiel einzelner Familien und Schicksale in einem Vortrag verdeutlich werden.

Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe zur Sonderausstellung „Die Toten von Wolfenbüttel“, die bis Sonntag, 29. November 2026, im Schloss Museum Wolfenbüttel zu sehen ist.

  • Der Eintritt ist frei. 
  • Eine telefonische Anmeldung ist erforderlich unter 05331 9246-0.

Kontakt

Schloss Museum Wolfenbüttel