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Max Kühn - Hinter den Kulissen - unbefristet verlängert

Kabinettausstellung, dienstags bis sonntags 10 bis 17 Uhr, montags geschlossen

Beginn:

Datum: 01.09.2023

Ende:

Datum: 01.05.2024

Ort:

Schloss Museum Wolfenbüttel

Schloßplatz 13
38304 Wolfenbüttel

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Max Kühn – Hinter den Kulissen heißt die Kabinettausstellung, die das Schloss Museum Wolfenbüttel vom 1. September 2023 bis 1. April 2024 präsentiert. Zur Schau gestellt werden noch nie gezeigte farbenfrohe Bühnenbildentwürfe, Holzfiguren, Manuskripte und Skizzen des Breslauers Max Kühn, der ab 1946 am Wolfenbütteler Schloßtheater eine neue Tätigkeit fand. Die Ausstellung, die im Beisein des Sohnes Johannes J. Kühn (USA) eröffnet wurde, erinnert an eine besondere Epoche des Theaters im Schloss und an den Neustart der Kultur in der Kommune nach 1945.

Max Paul Johannes Kühn wurde am 21. Oktober 1910 in Oberschlesien geboren. Er studierte in den Jahren 1929 bis 1932 an der Kunstgewerbeschule in Breslau Malerei und Bühnenbildnerei.

In die Lessingstadt kam Max Kühn mit seiner Familie im Jahr 1946. Hier arbeitete er für drei Jahre als Bühnenbildner und Ausstattungsleiter im Schloßtheater Wolfenbüttel: Max Kühn entwarf facettenreiche Bühnenbilder für Inszenierungen wie „Don Carlos“ von Giuseppe Verdi oder „Gaslicht“ von Patrick Hamilton. Auch die bunten Bühnenbilder für die jährlichen Weihnachtsmärchen stammten aus seiner Feder. Insgesamt 36 Exponate aus der Privatsammlung der Familie Kühn werden in der Schau gezeigt.

Theatermaler erzielen durch das zeichnerische Zusammenspiel von Licht und Schatten dreidimensionale Effekte, die der Illusionsmalerei gleichkommen. Auch Max Kühn besaß diese malerischen Fertigkeiten, zweidimensionale Bühnenhintergründe durch Schattierungen zum Leben zu erwecken. Er zeichnete Orte wie Venedig oder mediterrane Küsten, die die Theaterbesucherin und den Theaterbesucher in eine andere Welt entführten.

Neben der Tätigkeit als Bühnenbildner verfasste Max Kühn auch Theatermanuskripte wie das Kinder- und Jugendtheaterstück „Wir suchen unsern Rübezahl!“. Es handelt von mehreren schlesischen Vertriebenenkindern, die im Harz – ihre neue Bergheimat – den Herrn der Berge namens Rübezahl suchen.

Seit dem 19. Jahrhundert entwickelte sich das Fabelwesen des launischen Bergriesen zur Identifikationsfigur der Schlesierinnen und Schlesier – vermutlich auch für Max Kühn, da dieser und seine Familie 1946 aus Breslau vertrieben wurden.

  1. Ausstellungsflyer: Max Kühn - Hinter den Kulissen

    © Museum Wolfenbüttel